Ernesto Illy
Ernesto Illy (1925-2008)
Dr. Ernesto Illy
« Ich bin ein Cocktail aus Wissenschaft und Business ».
So beschrieb sich Ernesto Illy gerne. Ein einfacher Satz, wie er selbst, der bei genauer Betrachtung jedoch die Komplexität seiner Geschichte und gleichzeitig eine ungebändigte Innovations- und Experimentierfreudigkeit aufzeigt.
Der Sohn von Francesco, dem Gründer von illycaffè, Ernesto, wird am 18. Juli 1925 in Triest geboren.
Im Jahr 1947 macht er sein Chemiediplom an der Universität von Bologna und heiratet Anna Rossi im Jahr 1952.
Im Jahr 1956 wird er Miteigentümer und Geschäftsführer des Unternehmens. Von 1963 bis 2005 ist er Ehrenvorsitzender des Unternehmens.
Er gehört zu den Gründern der Association Scientifique Internationale du Café (heute Association for Science and Information on Coffee) und Mitglied von Physiological Effects of Coffee. Er ist Mitglied des Institute for Scientific Information on Coffee und sitzt dem Coffee Promotion Committee dell’International Coffee Organization (ICO) vor.
Im Jahr 1994 wird er zum Cavaliere del Lavoro ernannt und wird 1996 Präsident von Centromarca, zu dem er mehrfach wiedergewählt wird.
Ernesto Illy hat die Kaffeekultur in Brasilien und weitweit revolutioniert: Unermüdlich suchte er nach dem perfekten Espresso und hat die Produktion von Kaffee hervorragender Qualität sowie die kontinuierliche Investition in die Forschung vorangetrieben. Als Kaffeebotschafter, als Ambasciatore del caffè, hat er den Premio Brasil de Qualidade do Café para Espresso, die Kaffee-Universität in Brasilien sowie den Clube illy do Café gefördert. All diese Aktivitäten lieferten Impulse nicht nur den Kaffeesektor, sondern auch allgemein für öffentliche und private Einrichtungen. Als Anerkennung für diesen jahrelangen Einsatz wurde er Ehrenbürger der Städte Monte Carmelo, di Venda Nova do Imigrantes und Araponga. Im Jahr 2004 erhält er die höchste Auszeichnung des Staates des Espírito Santo, die Comenda Jerônimo Monteiro, und wird auf Vorschlag des Nationalen Kaffeeverbands von Guatemala im selben Jahr Vorsitzender des Verbands «Flor del cafè».
In Italien ist er ein Pionier bei der Formulierung der Grundideen für das aktuelle “Branding”-Konzepts. Und so stellt er die These auf, dass die Marke im Hinblick auf ein an den Verbraucher gemachtes Versprechen zu entwickeln und zu realisieren ist und dass die ethische Dimension nicht nur die Geschäfte selbst, sondern auch das Leben und die Aktivität der Unternehmen selbst zu kennzeichnen hat.
Im Jahr 2007 wird er – zum zweiten Mal – einer drei „Weisen „der Confindustria, zusammen mit Luigi Attanasio und Antonio Bulgheroni, die damit beauftragt werden, die programmatischen Linien und die möglichen Nachfolgekandidaten für die Verbandsspitze zu benennen.
Uns bleibt sein Leitsatz: “Ethik ist de Kompass unseres Verhaltens”.
