Die Ernte

Die Methoden - zwischen Tradition und Innovation

Das älteste und traditionelle Kaffeeanbausystem ist die extensive Anbaumethode, die heute noch in Teilen Mittelamerikas und in Indien gepflegt wird. Die Coffea-Pflanzen wachsen dabei zusammen mit anderen, höheren Pflanzen, die sie auf natürliche Weise vor den Sonnenstrahlen schützen.

Die intensive Anbaumethode, die in Brasilien angewandt wird, sieht dagegen eine hohe Dichte ausschließlich an Kaffeepflanzen vor und erfordert Bewässerungs- und Mechanisierungssysteme. Sie ist mit hohen Investitionen, aber auch mit hoher Produktivität und stärkeren Auswirkungen auf die Umwelt verbunden.

Die Abhängigkeit der Blüte vom Regen führt dazu, dass sich auf jeder Pflanze gleichzeitig Blüten und Früchte unterschiedlichen Reifestadiums befinden. Umso komplizierter ist die Ernte.
Zwei Erntemethoden haben sich im Laufe der Zeit durchgesetzt:
 
Zwei Erntemethoden haben sich im Laufe der Zeit durchgesetzt:

Von Hand:
Bei der Pflückung (Picking), die zum Beispiel in Mittelamerika, Äthiopien, Kenia, Indien und vielen anderen Ländern angewandt wird, gehen die Pflücker regelmäßig zwischen den Pflanzen hindurch und wählen Stück für Stück nur die Kaffeekirschen aus, die den richtigen Reifegrad erreicht haben. Diese manuelle Methode ist kostenintensiv, sichert aber gleichzeitig eine optimale Qualität des grünen Kaffees.

Bei der Strip-Pflückung (Stripping), die in Brasilien angewandt wird, streifen die Pflücker alle Kaffeekirschen ungeachtet ihres Reifegrades vom Zweig. Anschließend werden, allerdings nicht immer auf sehr effiziente Weise, die reifen von den restlichen Kaffeekirschen getrennt.


Maschinell:
Die maschinelle Erntetechnik wird vor allem in Brasilien und auf den Hawaii-Inseln angewandt. Die Ernte kann mit verschiedenen Systemen erfolgen, bei allen werden aber die Zweige des Kaffeestrauchs mit besonderen Maschinen geschüttelt und wie beim Stripping alle Kaffeekirschen geerntet.

Weitere Informationen

  • Der Kaffee in Brasilien